Neurodermitis
Neurodermitis ist eine der drei Erkrankungen des atopischen Formenkreises, zu dem auch Asthma bronchiale und Heuschnupfen zählen. Alle drei Krankheiten können bei einer atopischen Veranlagung einzeln, parallel oder nacheinander auftreten. Neurodermitis wird auch als atopische Dermatitis, atopisches Ekzem oder endogenes Ekzem bezeichnet. Die genauen Ursachen der Neurodermitis sind bislang unklar, nachgewiesen ist jedoch, dass die Veranlagung vererbt werden kann. Durch einen genetischen Enzym-Defekt kommt es zu einer Stoffwechselstörung, die zu einem Mangel an essentiellen Omega-6-Fettsäuren führt.
Omega-6-Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle für die intakte Hautbarriere. Durch die Schwächung dieser Schutzbarriere können Irritantien und Allergene leichter in die Haut eindringen.
Die Haut ist bei Neurodermitis vor allem trocken, rau und weist häufig Rötungen als Zeichen einer Entzündung auf.
Juck-Kratz-Kreislauf
Starker, anhaltender Juckreiz ist die wohl unangenehmste Begleiterscheinung.
Der quälende Juckreiz verleitet insbesondere Kinder zum Kratzen der betroffenen Stellen. Das Kratzen schafft vermeintlich kurzzeitige Linderung, doch der Juckreiz wird eher verstärkt. Die Haut wird immer gereizter und der Betroffene kommt in einen „Juck- Kratz- Kreislauf“. Durch das andauernde Kratzen werden die oberen Hautschichten verletzt, über die Fingernägel Bakterien eingebracht und damit das Risiko einer Infektion erhöht.

Ziel muss es daher sein, den Juck-Kratz-Kreislauf nachhaltig zu unterbrechen.Bei akutem Juckreiz ist die kurzfristige Anwendung von speziell entwickelten AntiJuckreiz-Produkten, wie z.B. Eucerin® Akut Spray, zu empfehlen. Grundsätzlich sollte auf eine regelmäßige Pflege geachtet werden, die intensive Feuchtigkeit zuführt und gleichzeitig eine nachweislich hautberuhigende Wirkung hat, wie z.B. Eucerin® Omega Spezialpflege.
Neurodermitis tritt verstärkt in den Gelenkbeugen wie den Knien und den Ellenbogen, sowie im Gesicht- und Halsbereich auf. Der Hautzustand variiert, die Trigger-Faktoren sind vielfältig: Klima- und Umweltfaktoren, Jahreszeiten, Stress, zu häufiges Waschen (auch mit aggressiven Reinigungsmitteln), Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergene und UV-Strahlung können den Hautzustand verschlechtern.
Neurodermitis ist die häufigste Hauterkrankung bei Kleinkindern. Nahezu jedes 5. Kind unter 14 Jahren leidet unter atopischen Ekzemen. 3% der Betroffenen werden auch im Erwachsenenalter noch davon geplagt.
Das Wort Ekzem stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „aufgehen, auftreten“ und beschreibt die gerötete und rissige Haut.
Atopisch heißt, dass eine angeborene Überempfindlichkeit besteht; bei Neurodermitikern reagiert die Haut zu stark auf normalerweise harmlose Substanzen oder äußere Einflüsse.




